Funke-Mediengruppe glaubt an die Zukunft der Zeitung, aber wer glaubt noch an die Funke-Mediengruppe

Krude Logik im Quadrat. Da strebt die Funke-Mediengruppe den Kauf der Regionalzeitungen des Axel Springer Verlages an, um so die Entwicklung des Konzerns zu einem führenden nationalen Medienhaus zu beschleunigen. Und dann wird eine Lokalredaktion nach der anderen geschlossen oder wie jetzt gar verkauft. Dieses Mal trifft es alle Blätter die im Großraum Dortmund erscheinen. Käufer ist die Mediengruppe Lensing mit ihren ”Ruhr Nachrichten”, die bereits teilweise WAZ und Westfälische Rundschau (WR) mit Lokalnachrichten versorgt. Vorbehaltlich der Zustimmung des Bundeskartellamtes übernimmt Lensing die Ausgaben der WAZ und WR in Dortmund, Lünen sowie Castrop-Rauxel und zusätzlich die WR-Ausgabe in Schwerte. Funkes Content Desk in Essen soll jedoch weiterhin den Mantelteil liefern.

Also wenn man an die Zukunft von Print glaubt – oder wie in diesem Fall besser glauben muss – dann erschließt sich dieses Vorgehen dem Betrachter gar nicht. Denn ein führendes nationales Medienhaus, das nach und nach eine Redaktion nach der anderen schließt, das verstehe wer will! Aber vielleicht hoffen die Beteiligten, dass das Abstecken der Claims im Ruhrgebiet gepaart mit einer intensivierten Zusammenarbeit den Rettungsanker für ihre Häuser liefert und sie so dem Zeitungssterben entgehen!

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