Verlust

Gerade erreichte mich über Twitter die Nachricht, dass heute am 13. April 2015, Günter Grass gestorben ist. Das ist ein immenser Verlust für das literarische Deutschland! Und auch mich persönlich trifft diese Meldung so sehr, dass ich direkt alles stehen-und-liegen-lassen-musste, um diesen Text zu verfassen.

Günter Grass hat es mir nie leicht gemacht! Es gab und gibt Autoren, zu denen ich sofort Zugang gefunden habe beziehungsweise finde. Das trifft selbstverständlich in besonderer Weise auf meine literarischen Lieblinge zu wie Theodor Fontane – um nur das prägnanteste Beispiel zu nennen. Bei Grass war das vom Start weg anders. Ich habe mich sehr schwer mit ihm und seinen Büchern getan, die Lektüre unterbrochen, zum Teil abgebrochen, neu gestartet, wieder abgebrochen bis ich „Die Blechtrommel“ dann doch in einem Rutsch verschlungen habe. Und auch später waren seine Texte immer eine – im positiven Sinne – Zumutung für mich. Seine Romane und Erzählungen haben mich stets und sehr unmittelbar in eine Auseinandersetzung mit mir, meinen Erfahrungen, meinen Gedanken etc. geführt und werden dies auch hoffentlich in Zukunft weiter machen. Aber mit jedem weiteren Text wurde unsere Bindung immer enger, das „Vergnügen“ größer, die Vorfreude intensiver so dass ich ihn mittlerweile mit Fug und Recht neben Fontane zu meinen absoluten Favoriten zähle.

Danke Günter Grass!

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