Tag der Pressefreiheit

Sie ist nicht ‚ganz unwichtig‘ und Grundvoraussetzung für eine freie Gesellschaft – die Pressefreiheit. Und heute feiert die UNO den „Tag der Pressefreiheit“. Passend dazu hat Severin Tatarczyk zehn wichtige Fakten dazu gesammelt!

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Artikel 5:

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
Es ist unsere Aufgabe darauf zu achten, dass es dabei bleibt!
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10 Apps, die aufs Smartphone gehören

Heute bin ich über Twitter auf eine richtig interessante Aktion von „Das Blogmagazin“ gestoßen – 10 Apps, die aufs Smartphone gehören. Welches sind denn nun die Apps, die so gerne benutzt werden, dass man nicht mehr auf sie verzichten möchte? Interessant zu erfahren, was andere Anwender nutzen, welche Gemeinsamkeiten, welche Unterschiede existieren.

Schaut doch einfach einmal rein und vergleicht die Ergebnisse mit euren Präferenzen. Und wer Interesse hat, kann seine Vorschläge ja Severin Tatarczyk auch unterbreiten!

MINT – es geht aufwärts

Es war bereits einmal Thema in diesem Blog – die MINT-Studienfächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik und ihr leidiger Ruf in Deutschland. Aber zu unserem Glück – die Exportnation ist händeringend auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen – hat sich in den letzten Jahren etwas zum Positiven entwickelt.

Das Werben seitens Politik und Wirtschaft, die Förderprogramme für Frauen, die Wettbewerbe, vielleicht aber auch die weiterhin stark wachsende Bedeutung von IT und Technik im Alltag zeigen deutliche Erfolge: Von ehemals 195.300 Studienanfängern an deutschen Hochschulen im Jahr 2008 auf 347.000 in 2015, ein Anstieg um fast 78 Prozent, und das bei insgesamt 505.910 Studienanfängern Im Studienjahr 2016/2017 (Sommersemester 2016 und Wintersemester 2016/17). Davon sind mittlerweile 32 Prozent Frauen, während es vor drei Jahren nur 26 Prozent waren. In der Mathematik und bei den Naturwissenschaften war die Geschlechterverteilung 2015 bereits mit 48 Prozent weiblichen Studienstarterinnen fast paritätisch. Da möchte man doch glatt mit Begeisterung rufen – weiter so!

Panama Papers oder Big Data einmal anders

Was gestern ans Licht gekommen ist darf wohl mit Fug und Recht als sensationell bezeichnet werden, die Panama Papers werden uns in vielfacher Hinsicht noch eine ganze Weile beschäftigen. Und eine Beurteilung – ohne definitiven Nachweis wohl besser Vorverurteilung – kann und darf daher nicht erfolgen, aber interessant und wichtig ist das Ereignis schon und zwar aus verschiedenen Gründen:

1. Der Aufwand war enorm: Über das International Consortium for Investigative Journalists  (ICIJ) waren mehr als 400 Journalisten aus 80 Ländern von über 100 Medienorganisationen mehr als 12 Monate mit und an der Recherche beteiligt und Nichts ist vorab an die Öffentlichkeit geraten! Eine Meisterleistung! Wenn ich nur daran denke wie oft allein bei mir irgend ein (vermeintlicher) Leak zu irgend einem neuen Smartphone auftaucht…

2. Das Thema Big Data beschäftigt seit geraumer Zeit Politik, Unternehmen oder die Öffentlichkeit. Wer greift welche Daten ab? Was kann / will er damit erreichen? Wie gläsern werden wir dadurch?… Dabei schwingt oftmals auch der Vorwurf mit, dass mit unseren Daten Schindluder betrieben wird, um möglichst viel Profit machen zu können. Und jetzt, rollen 2,6 Terabyte an Daten in Richtung Politik und Wirtschaft, jetzt müssen sich deren Entscheider Sorgen um die Sicherheit ihrer Daten machen! Vielleicht verändert dies in Zukunft die Diskussion über das Thema Datenschutz und Datensicherheit?

3. Der Investigative Journalismus hat sich glänzend zurück gemeldet. Über den Wert und die Qualität journalistischer Arbeit wird ebenfalls seit Jahren gestritten und es ist mittlerweile schon normal geworden über die Journalisten / die Medien den Stab zu brechen. Doch was Journalismus kann, was er leistet und welche Bedeutung er für unsere Gesellschaft immer noch besitzt, dies ist gestern wohl mehr als deutlich geworden.

Die nächsten Wochen und Monate werden spannend in vielerlei Hinsicht!

Umgekehrt wird ein Schuh daraus oder Verzicht auf den Verzicht

 

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Initiiert wurde dieser Beitrag für die Sage-Blogparade “Welche Opfer bringen sie für ihren Unternehmenserfolg?“ durch ein Gespräch mit @RainerDownar auf Twitter. Ausgangspunkt war sein Hinweis „So sehr man seine Arbeit oder sein Geschäft auch liebt, man sollte sich dennoch Auszeiten schaffen.“

Mein spontaner Gedanke hierzu lautete: Umgekehrt wird ein Schuh daraus – nur wer sich Auszeiten verschafft, wird langfristig erfolgreich sein! Denn auch wenn ich meiner Arbeit mit Begeisterung nachgehe und mein Geschäft wirklich mit Passion betreibe, meinen Akku muss ich regelmäßig neu aufladen. Selbstverständlich kenne auch ich wie wohl jede/r Selbstständige/r zeitkritische Situationen, dass der Feierabend nach hinten verlegt werden muss, der private Termin kurzfristig abgesagt werden muss oder das Wochenende, das komplett mit Arbeit belegt ist. Das sind und sollten aber Ausnahmen bleiben – denn so wie wir sprichwörtlich nicht vom Brot alleine leben, bin ich eben nicht nur Selbstständiger, sondern eben auch Ehemann, Vater, Freund, soziales Wesen.

Der Wert dieser sozialen Bindungen für uns persönlich, erschließt sich sicherlich von selbst. Was dabei oftmals unbeachtet bleibt ist jedoch, dass Pausen vom Arbeitsalltag keine unproduktiven Zeiten sind. Wir tanken neue Energie, gewinnen etwa neue Eindrücke und Erkenntnisse aus Gesprächen oder dem Besuch in Theater, Museum oder einem Konzert, treiben Sport, lassen unseren Gedanken freien Lauf und verändern bewusst oder unbewusst unseren Blickwinkel auf „Probleme“ des Berufsalltags.

Bei mir persönlich ist es der regelmäßige Spaziergang mit unserem Hund, der mir so manches Mal dabei geholfen hat, Abstand von Aufgaben zu gewinnen und einen neuen Denkansatz zu finden. Gerade wenn es zeitkritisch wird oder strategische Überlegungen einmal stocken, greife ich gerne und bewusst auf dieses mittlerweile bewährte „Hilfsmittel“ zurück. Denn meine Rückkehr an den Arbeitsplatz nach dieser Auszeit gehört in der Regel zu den produktivsten Phasen des Arbeitstages. Der Kopf ist frei geworden und das, was vorher wie ein großer Felsbrocken auf dem Weg aussah, entpuppt sich danach zwar immer noch als Hindernis, aber als ein Hindernis, das jedenfalls leichter beiseite geräumt werden kann als vorher gedacht!

Auszeiten sind für mich also kein Luxus sondern über das Privatleben hinaus auch für meine beruflichen Aktivitäten hilfreich – wenn es also möglich ist, verzichte ich auf den Verzicht, das Privat- und das Berufsleben dankt es mir!

Der Gottseibeiuns Regierungssprecher Seibert

Steffen Seibert

Heute war er da, der Hilferuf des DJV. Für die Uneingeweihten unter den Lesern, es handelt sich dabei um den Deutschen Journalistenverband, also quasi die Gralshüter der Neuigkeiten. Und diese enttarnen den Gottseibeiuns, es ist dieser Regierungssprecher da in Berlin! Denn der verteilt Neuigkeiten, was ja an und für sich gar nicht so Übles ist aber – er macht das an Ihnen vorbei, über dieses Facebook:

Offenbar verbreitet Seibert über den Facebook-Account Bilder und Nachrichten, die er den Medien verwehrt. Das muss sich schnellstens ändern, denn der Mann ist nicht nur PR-Manager, sondern auch der oberste Informationsvermittler der Bundesregierung.“

Also alles was Recht ist, aber so geht das nicht! Es gibt diese Veranstaltung namens Bundespressekonferenz, es gibt das gute alte Telefon, das etwas modernere Fax und ja die E-Mail geht auch noch. Aber alles andere ist Teufelszeug und gehört verdammt! Denn die Journalisten kennen entweder dieses Facebook noch gar nicht oder aber ihnen ist es offensichtlich verboten sich dort zu bewegen! Und daher Herr Seibert, raus aus diesem Facebook, ran an die Schreibmaschine, Pressemitteilung tippen, fotokopieren und dann nichts wie ab mit den hoffentlich getackerten Seiten in die Poststelle!

PS: Es gibt aber auch Verbandsmitglieder denen bei solchen Aussagen nur die Verzweiflung bleibt.

Einfach nur daneben: Reinhard Müller und die FAZ

Also ich – und ich bin da nicht alleine – verstehe die Strafanzeige wegen #Landesverrats gegen netzpolitik.org als Angriff auf die Pressefreiheit. Das kann man so sehen, muss man aber auch nicht. Und Solidarität muss dann eben auch nicht sein, wenn man anderer Ansicht ist. Diese Haltung erscheint mir, gerade von einem Journalisten, zwar als gelinde gesagt etwas realitätsfremd, aber kann man halt machen.

Was jedoch gar nicht geht ist dann wie Reinhard Müller von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung versuchen, die Angegriffenen zu diskreditieren und dafür den Begriff „Blogwart“ verwenden. Die Analogie, die gewollt oder ungewollt – und so naiv sind wohl nur die wenigsten Leser – hergestellt werden soll ist die zum „Blockwart“. Das ist nicht originell, das ist nicht lustig, das ist einfach nur stillos und infam!