CeBIT-Rückblick I: So wird das Nichts mit der Digitalisierung

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Die zweite CeBIT nach der Neuausrichtung und Nein, es war nicht alles schlecht. Doch dazu werde ich demnächst bloggen. Hier geht es um das, was mich gestört beziehungsweise geärgert hat.

Zuerst einmal der altbekannte Fehler. Ohne den man in Hannover glaubt nicht auskommen zu können: Es war viel zu viel IT für IT-Profis. Buzzword hier, Technik dort und mittendrin das IT-Sprech für „wie wir ihre Prozesse verbessern“. Doch viel wichtiger wäre in diesem Zusammenhang die Verknüpfung von IT und Geschäft. Dafür müsste aber die Ansprache der Kunden und potenziellen Kunden geändert werden und ob das noch mal gelingt? Dass die Digitalisierung kommt – besser bereits läuft – dürfte mittlerweile auch wirklich jedem klar geworden sein. Es bleibt also nur noch die Frage, ob wir (noch) rechtzeitig auf den Zug aufspringen. Und genau das sollte im Mittelpunkt stehen, wie kann Unternehmen ABC von der Digitalisierung profitieren und dann „Butter bei die Fische“. Praktische Beispiele wie sich Dinge im Unternehmen verändern oder verbessern wenn auf die 1 und die 0 gesetzt wird. Wie wäre es mit einer Vorführung bei der etwas gescannt oder fotografiert, unmittelbar an den Lieferanten übermittelt und dort bereits in das benötigte Produkt umgesetzt wird. Könnte man doch mal versuchen! Das sorgt nicht nur für den gewünschten Aha-Effekt, sondern zeigt zugleich auch, dass Digitalisierung etwas ist für das sich Chef-Etage und Mittelstand interessieren sollten.

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Aber oh weh, die Branche glaubt offensichtlich selbst nicht, dass sie das schafft, denn zu den prominenten und gefühlt hundertfachen Ausstellungsstücken zählte das Auto, am liebsten getunt – toll! Da war IBM aber schon fast wieder innovativ, dort griff man auf ein Powerboat als Hingucker zurück. Also wenn die IT selbst nicht an den Erfolg ihrer Produkte, Lösungen oder Dienstleistungen glaubt, warum sollen das Unternehmer, Geschäftsführer oder Vorstände dann machen. Und wenn ich Autos sehen möchte, da gibt es in Frankfurt eine Konkurrenzveranstaltung…

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Sich nicht übertölpeln lassen *

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Es gibt viele Gründe nach Nürnberg zu reisen, Geschichte, Dürer, Rostbratwürste oder Lebkuchen zählen dazu. Seit einigen Jahren gibt es im Oktober einen weiteren triftigen Anlass in die Frankenmetropole zu reisen, vor allem dann, wenn die IT-Sicherheit berufliches Standbein ist oder grundsätzliches Interesse an der Sicherheit der eigenen Daten besteht – die it-sa. Entstanden aus der früheren Security Area der Systems fand diese vom 07. bis 09. Oktober zum 6. Mal in Nürnberg statt und hat sich im Laufe der Jahre zu der IT-Fachmesse in Europa entwickelt. Stetiges Wachstum auf Ausstellerseite und der vermieteten Fläche belegen den Erfolg der Veranstaltung. So fanden in 2014 7.400 Fachbesucher und 385 Aussteller aus 21 Ländern den Weg nach Nürnberg – ein dreifaches Plus.

Dass dies im nach-Snowden-Jahr der Fall ist, macht Hoffnung, Hoffnung auf einen dauerhaften Trend hin zu mehr Sicherheit. Denn schließlich ist der Hype raus aus dem Thema und dennoch pilgern mehr und mehr Besucher nach Nürnberg und suchen die Themen und Produkte, die ihre IT sicherer machen. Ausgemachte Trends in diesem Jahr waren Kryptografie und mobile Verschlüsselung, die quasi allgegenwärtig waren. Und noch einen interessanten Fakt gab es zu beobachten, zumindest wurde mir dies von Ausstellern so berichtet: Es waren deutlich mehr Privatpersonen auf der Messe und das obwohl außer einigen Antivirus-Herstellern eher Enterpriseprodukte kennenzulernen waren. Da waren wohl eine Reihe Besucher inkognito vor Ort!

* Nach BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf die Beschreibung für Social Engineering

PS: Nur eines sollte im Jahr 2014 nicht mehr fehlen, ein definierter Hashtag für die Kommunikation über Twitter, denn Interessierte und Aussteller haben gegen Information oder Werbung in sozialen Netzwerken sicherlich keine Einwände! So etwas ist schon peinlich und unprofessionell!