Sich nicht übertölpeln lassen *

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Es gibt viele Gründe nach Nürnberg zu reisen, Geschichte, Dürer, Rostbratwürste oder Lebkuchen zählen dazu. Seit einigen Jahren gibt es im Oktober einen weiteren triftigen Anlass in die Frankenmetropole zu reisen, vor allem dann, wenn die IT-Sicherheit berufliches Standbein ist oder grundsätzliches Interesse an der Sicherheit der eigenen Daten besteht – die it-sa. Entstanden aus der früheren Security Area der Systems fand diese vom 07. bis 09. Oktober zum 6. Mal in Nürnberg statt und hat sich im Laufe der Jahre zu der IT-Fachmesse in Europa entwickelt. Stetiges Wachstum auf Ausstellerseite und der vermieteten Fläche belegen den Erfolg der Veranstaltung. So fanden in 2014 7.400 Fachbesucher und 385 Aussteller aus 21 Ländern den Weg nach Nürnberg – ein dreifaches Plus.

Dass dies im nach-Snowden-Jahr der Fall ist, macht Hoffnung, Hoffnung auf einen dauerhaften Trend hin zu mehr Sicherheit. Denn schließlich ist der Hype raus aus dem Thema und dennoch pilgern mehr und mehr Besucher nach Nürnberg und suchen die Themen und Produkte, die ihre IT sicherer machen. Ausgemachte Trends in diesem Jahr waren Kryptografie und mobile Verschlüsselung, die quasi allgegenwärtig waren. Und noch einen interessanten Fakt gab es zu beobachten, zumindest wurde mir dies von Ausstellern so berichtet: Es waren deutlich mehr Privatpersonen auf der Messe und das obwohl außer einigen Antivirus-Herstellern eher Enterpriseprodukte kennenzulernen waren. Da waren wohl eine Reihe Besucher inkognito vor Ort!

* Nach BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf die Beschreibung für Social Engineering

PS: Nur eines sollte im Jahr 2014 nicht mehr fehlen, ein definierter Hashtag für die Kommunikation über Twitter, denn Interessierte und Aussteller haben gegen Information oder Werbung in sozialen Netzwerken sicherlich keine Einwände! So etwas ist schon peinlich und unprofessionell!

 

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Wenn nicht jetzt, wann dann?

it-sa 2013  

Vergangene Woche fand in Nürnberg zum fünften Mal die Fachmesse der IT-Security-Fachwelt statt, die it-sa. Und es war für alle Beteiligten eine rundum gelungene Veranstaltung. Die NürnbergMesse GmbH freute sich über ein Plus an Ausstellern (7 Prozent), einem Wachstum von 50 Prozent bei den Ausstellern aus dem Ausland, größerer vermieteter Fläche und einem Besucherzuwachs von 10 Prozent gegenüber 2012. Alle Aussteller mit denen ich gesprochen haben waren durchgängig von der Qualität der Gespräche und der Besucher sehr angetan.

Dem Besucher bot die Messe wieder einmal die Gelegenheit, sich komprimiert einen Überblick zu allen Aspekten der IT-Sicherheit zu verschaffen und mit der dieses Mal im Messeticket inklusiven Besuchsmöglichkeit der Veranstaltungen des Kongresses eine überaus kostengünstige Weiterbildungsveranstaltung.

Selbstverständlich haben die Ereignisse der vergangenen Wochen und Monate ihr Scherflein dazu beigetragen, dass das Thema IT-Sicherheit nochmals stärker in den Fokus der Öffentlichkeit und der Unternehmen gerückt ist. Es war wohl nie so einfach für die IT-Abteilungen ihren Reiseantrag zur Messe zu begründen. Aber in Nürnberg hat man sich auch bemüht, das Potenzial das dieses Thema bietet zu nutzen und mit der kostenlosen Teilnahme am Kongress die Attraktivität der Veranstaltung nochmals gesteigert.

Dabei fiel mir besonders angenehm auf, dass gerade deutsche Anbieter einige hochinteressante Produkte vorstellten, die die IT-Sicherheit von Unternehmen und Anwendern maßgelich verbessern können. Dazu zählte etwa das Hannoveraner Startup Tutao GmbH mit seiner einfachen Ende-zu-Ende E-Mail-Verschlüsselung Tutanota, die in den kommenden Wochen für Unternehmen als SaaS-Lösung verfügbar ist und Ende des Jahres als kostenloser Service für Privatanwender bereitgestellt wird. Oder aber die NetUSE AG die mit Seculert einen Cloud-basierten umfassenden Dienst zum Schutz der IT-Infrastruktur vor Malware und Advanced Persistant Threats anbietet, die etwa Botnet-Überwachung, automatisierte Traffic-Logfile-Analyse oder eine API zur Integration in die bestehende Sicherheitslösung ermöglicht. Alles in allem ein Mut machender Beleg dafür, dass IT-Sicherheit an Bedeutung gewinnt auch und gerade in Deutschland!